Ein Himmel voller Perlmutt

Eines der weniger bekannten Himmelsphänomene in den nördlichen Breiten konnten wir dieser Tage wieder einmal beobachten.

Die Perlmuttwolken sind, im Gegensatz zum wesentlich bekannteren Nordlicht, nur bei sehr tiefstehender Sonne am Tage sichtbar. Sie entstehen wenn Eiswolken in grosser Höhe (ca. 20 bis 30 km) am Himmel stehen. Diese Stratosphärenwolken bestehen aus Schwefel- und Salpetersäuretröpfchen, um die sich noch ein Wassereismantel lagert. Werden sie von tiefstehender Sonne angestrahlt entstehen Interferenzen, die zur Beugung des Lichts führen und die Wolken in Perlmuttfarben erstrahlen lassen. Am Boden ist die Sonne dann in der Regel schon unter dem Horizont und die Dämmerung setzt ein, wodurch die Farben um so intensiver erstrahlen. Wikipedia erklärt das Phänomen ausführlicher.

Die Aufnahmen hier sind während der beginnenden Abenddämmerung entstanden. Blickrichtung ist von unserem Wohnzimmerfenster nach Süd-Südwest.

Das Farbenfeuerwerk dauerte am 22. Dezember etwa zwei Stunden und endete erst bei fast völliger Dunkelheit. Wir haben es nun in 7 Jahren zum zweiten mal so intensiv erlebt.

Leave a Reply